... an jedem Zahn hängt ein Mensch !

Bei der Herstellung von herausnehmbaren Zahnersatz gibt es zahlreiche Auffassungen in der medizinischen und zahntechnischen Vorgehensweise. Historisch betrachtet haben diverse namhafte Prothetiker jeweils ihre Lösungsvorschläge in die Lehre und Praxis eingebracht. Eine sinnvolle Verknüpfung der einzelnen Maßnahmen hat in der Lehre und Ausbildung der Zahnmediziner nie richtig stattgefunden. Die Arbeitsweise eines Zahnarztes hängt also sehr davon ab,  wo und was er gelernt hat, und in wie weit er ausreichend Patienten hat, an denen er seine Theorie über die praktische Anwendung zu seiner Erfahrung machen kann.

Das Thema Vollprothese ist ein großes und sehr komplexes Thema und dazu aus meiner ganz persönlichen Sicht gewissermaßen ein Politikum: Wenn man berücksichtig, dass die Voll-Prothetik als „letzter Zahnersatz“ eines Patienten von den Krankenkassen mit einem „Festzuschuss“ gering geschätzt wird, dann wird man der Komplexität der Prothetik absolut nicht gerecht. Der Verlust eines Zahnes hat immer auch eine psychologische, menschliche, weitergreifende Dimension, ganz besonders der Verlust des letzten (Zahnes):

Der Speiseplan des Menschen verändert sich teilweise dramatisch mit ebensolchen Konsequenzen (Verschlechterung des Allgemeinbefindens), die Ausstrahlung der Persönlichkeit nimmt teils gespenstige Züge an, das Selbstwertgefühl des Menschen verliert sich zusehends.

Sicher gibt es die Möglichkeit, die Problematik durch den Einsatz von Implantaten zu entschärfen. Doch gibt es auch Kontraindikationen und finanzielle Aspekte, die dem einen oder anderen Patienten diesen Weg nicht ermöglichen.

Den engagierten, erfahrenen Prothetiker zu finden, ist oft aus der Sicht des Patienten ein Glücksgriff ….